Satzung

SATZUNG DER
KÖNIGLICH PRIVILEGIERTEN
FEUERSCHÜTZENGESELLSCHAFT WOLFRATSHAUSEN
§1Name und Zweck
(1) Die Gesellschaft führt den Namen Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft
und hat ihren Sitz in Wolfratshausen.
(2) Die Gesellschaft besitzt Rechtspersönlichkeit aufgrund der Allgemeinen
Schützenordnung für das Königreich Bayern vom 25.08.1868 (Reg Bl. Sp. 1729) und
erkennt die Allgemeine Schützenordnung an.
(3) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im
Sinne des Abschnittes “Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck der
Gesellschaft ist die Förderung des Sports. Sie wahrt die Tradition des
Schützenwesens. Sie pflegt den Schießsport mit zugelassenen Sportwaffen und
Gebrauchswaffen als Leibesübung und erzieht ihre jugendlichen Mitglieder sportlich
und gesellschaftlich.
(4) Die Gesellschaft ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirt-
schaftliche Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Mittel der Gesellschaft dürfen nur
für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine
Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.
§2 Mitgliedschaft
(1) Mitglied kann nur sein, wer unbescholten ist.
(2) Mitglied kann werden, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat.
(3) Zum Ehrenmitglied kann ernannt werden, wer sich um die Gesellschaft, um den
Schießsport oder um die Tradition des Schützenwesens besonders verdient gemacht
hat.
§3 Aufnahme von Mitgliedern
(1) Gesuche um Aufnahme als Mitglied sind schriftlich an das Schützenmeisteramt zu
richten, das jedes Gesuch mindestens drei Wochen lang auf der Schießstätte oder in
den Gesellschaftsräumen auszuhängen oder sonst in geeigneter Weise den
Mitgliedern zur Kenntnis zu bringen hat.
(2) Über Aufnahmegesuche entscheiden das Schützenmeisteramt und der
Gesellschaftsausschuß gemeinsam. Zu der Sitzung müssen alle Mitglieder des
Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses unter Angabe der Ta-
gesordnung geladen werden. Ein Beschluß kann nur gefaßt werden, wenn mindestens
ein Schützenmeister und ein weiteres Mitglied des Schützenmeisteramtes und mehr
als die Hälfte der Mitglieder des Gesellschaftsausschusses anwesend sind. Das
Aufnahmegesuch ist angenommen, wenn sich die Mehrheit der Anwesenden dafür
ausspricht.
(3) Besteht kein Gesellschaftsausschuß, so entscheidet die Generalversammlung über das
Aufnahmegesuch.
(4) Ein zurückgewiesenes Aufnahmegesuch kann vor Ablauf eines Jahres nicht erneuert
werden.
(5) Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Schützenmeisteramtes von der
Generalversammlung ernannt. Ihnen kann Sitz und Stimme im Gesellschaftsausschuß
verliehen werden. Sie sind von allen Leistungen an die Gesellschaft befreit.
§4 Erlöschen der Mitgliedschaft
(1) Die Mitgliedschaft erlischt
a) durch Austritt,
b) durch Ausschluß (§ 6 Abs. 2 Buchst. C),
c) durch rechtskräftige Verurteilung wegen eines Verbrechens oder wegen eines Ver-
gehens des Diebstahls, des Betrugs, der Hehlerei, der Unterschlagung oder der Ur-
kundenfälschung.
d) durch rechtskräftige Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs
Monaten wegen eines sonstigen vorsätzlichen Vergehens.
(2) Die Mitgliedschaft kann entzogen werden, wenn das Mitglied bei der Aufnahme nicht
unbescholten war. § 6 Abs. 4 bis 7 gilt entsprechend.
(3) Die Mitglieder können jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Schüt-
zenmeisteramt aus der Gesellschaft austreten. Ein Mitglied, das nicht zum Schluß
eines Jahres austritt, hat die Beiträge und die sonstigen Leistungen für das laufende
Jahr zu entrichten.
(4) Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlöschen alle Ämter und Rechte. Für das laufende
Jahr geleistete Beiträge werden nicht zurückgewährt.
§5 Rechte und Pflichten der Mitglieder
(1) Die Mitglieder haben das Recht, an den Veranstaltungen der Gesellschaft
teilzunehmen und deren Einrichtungen nach den dafür erlassenen Bestimmungen zu
benutzen.
(2) Alle Mitglieder sind verpflichtet,
a) die Ziele und Aufgaben der Gesellschaft zu fördern,
b) sich jederzeit dem Ansehen der Gesellschaft entsprechend zu verhalten,
c) Die Satzung, die sportlichen Regeln und die Anordnungen der
Generalversammlung und des Schützenmeisteramtes zu befolgen,
d) die ihnen von der Generalversammlung oder dem Schützenmeisteramt übertragene
Ämter und Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen,
e) den Jahresbeitrag und sonstige von der Generalversammlung beschlossene
Beiträge pünktlich zu bezahlen.
§6 Gesellschaftsdisziplin
(1) Der 1. Schützenmeister übt die Ordnungsgewalt in der Gesellschaft aus.
(2) Verstöße gegen die Gesellschaftsdisziplin, die sportlichen Regeln, die Satzung und
die Pflichten der Mitglieder können geahndet werden durch
a) Geldbußen bis zum Betrage DM 50,-
b) Ausschluß von der Teilnahme an den Gesellschaftsveranstaltungen und sportlichen
Wettbewerben,
c) befristeten oder dauernden Ausschluß aus der Gesellschaft.
(3) Eine Geldbuße kann allein neben dem Ausschluß von den
Gesellschaftsveranstaltungen oder dem befristeten Ausschluß aus der Gesellschaft
verhängt werden. Geldbußen fallen in die Gesellschaftskasse. Ein Mitglied das mit
der Bezahlung einer Geldbuße im Rückstand ist, ist bis zu deren Begleichung von der
Teilnahme an den Gesellschaftsveranstaltungen und sportlichen Wettbewerben aus-
geschlossen.
(4) Ein Verstoß kann erst geahndet werden, wenn die Sache durch den 1. Schützen-
meister oder in seinem Auftrag durch den 2. Schützenmeister oder ein anderes
Gesellschaftsmitglied untersucht worden ist.
(5) Über die Ahndung von Verstößen entscheidet das Schützenmeisteramt zusammen mit
dem Gesellschaftsausschuß mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. Ein Be-
schluß kann nur gefaßt werden, wenn alle Mitglieder des Schützenmeisteramtes und
des Gesellschaftsausschusses unter Angabe der Tagesordnung geladen worden und
mindestens ein Schützenmeister, ein weiteres Mitglied des Schützenmeisteramtes und
mehr als die Hälfte der Mitglieder des Gesellschaftsausschusses anwesend sind.
Vorher ist der Betroffene zu hören oder ihm sonst Gelegenheit zu geben, zu dem
Vorwurf Stellung zu nehmen. Besteht bei der Gesellschaft kein Gesellschafts-
ausschuß, so entscheidet das Schützenmeisteramt allein.
Ein betroffenes Mitglied darf bei der Beschlußfassung nicht anwesend sein.
(6) Das betroffene Mitglied kann innerhalb eines Monats, nachdem ihm der Beschluß
bekanntgegeben worden ist, schriftlich unter Angabe von Gründen Beschwerde an das
Schützenmeisteramt einlegen. Über die Beschwerde entscheidet die General-
versammlung. Die Einlegung der Beschwerde bewirkt, daß der Beschluß noch nicht
wirksam wird.
(7) Das Schützenmeisteramt kann den Betroffenen von den Gesellschaftsveranstaltungen
und von sportlichen Wettbewerben ausschließen, bis die Beschwerdefrist (Abs. 6 Satz
1) abgelaufen oder über eine von ihm eingelegte Beschwerde entschieden worden ist.
Legt der Betroffene hiergegen Beschwerde ein, so muß das Schützenmeisteramt
innerhalb eines Monats nach Eingang der Beschwerde eine außerordentliche
Generalversammlung einberufen, die über die Beschwerde entscheidet. Sie
entscheidet in diesem Fall auch über die Beschwerde nach Abs. 6
§7 Gesellschaftsorgane sind das Schützenmeisteramt, der Gesellschaftsausschuß und die
Generalversammlung.
§8
(1) Das Schützenmeisteramt besteht aus dem 1. Schützenmeister, dem 2. Schützen-

meister, dem Schriftführer, dem Schatzmeister und den beiden Sportleitern (Gewehr
und Pistole). Sie müssen Mitglieder der Gesellschaft und volljährig sein.
(2) Das Schützenmeisteramt leitet die Gesellschaft. Der 1. Schützenmeister führt den
Vorsitz im Schützenmeisteramt und vertritt die Gesellschaft nach außen; er ist
Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Er wird, wenn er verhindert ist, durch den 2.
Schützenmeister vertreten.
(3) Das Schützenmeisteramt ist beschlußfähig, wenn vier seiner Mitglieder anwesend
sind. Es entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die
Stimme des Vorsitzenden über die Sitzungen des Schützenmeisteramtes ist eine
Niederschrift zu führen.
(4) Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes werden von der Generalversammlung in ge-
heimer Wahl auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Ihre Amtszeit ist so zu
bestimmen, daß in einem Jahr drei und darauffolgenden Jahr drei Mitglieder zu
wählen sind. Wiederwahl ist zulässig.
(5) Die Wahl in das Schützenmeisteramt kann sofort abgelehnt werden. Ein Mitglied des
Schützenmeisteramtes kann sein Amt vor Ablauf seiner Amtszeit aus wichtigen
Grund niederlegen.
(6) Die Generalversammlung kann ein Mitglied des Schützenmeisteramtes aus wichtigem
Grund seines Amtes entheben. An der Generalversammlung müssen mindestens zwei
Drittel aller Mitglieder teilnehmen. Die Amtsenthebung muß als Tagesordnungspunkt
in der Einladung zu der Generalversammlung angegeben werden. Der Beschluß muß
mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Anwesenden gefaßt werden.
(7) Endet das Amt eines Mitgliedes des Schützenmeisteramtes vor Ablauf seiner
Amtszeit, so ist für den Rest seiner Amtszeit ein neues Mitglied in das
Schützenmeisteramt zu wählen.
(8) Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.
Aufwendungen dürfen ersetzt werden.
§9 Gesellschaftsausschuß
(1) Der Gesellschaftsausschuß besteht aus fünf Mitgliedern. Hat die Gesellschaft mehr als
50 Mitglieder, so erhöht sich die Zahl auf sieben, hat sie mehr als 100 Mitglieder, so
erhöht sich die Zahl auf neun. Maßgebend ist der Mitgliederstand der Gesellschaft am
Tage der Wahl des Gesellschaftsausschusses. Von der Bestellung eines
Gesellschaftsausschusses kann abgesehen werden, wenn die Gesellschaft weniger als
21 Mitglieder hat.
(2) Die Generalversammlung wählt die Mitglieder des Gesellschaftsausschusses und eine
entsprechende Zahl von Ersatzleuten für die Dauer von zwei Jahren. Ihre Amtszeit ist
so zu bestimmen, daß in einem Jahr drei und im darauffolgenden Jahr zwei Mitglieder
zu wählen sind. Hat der Gesellschaftsausschuß mehr als fünf Mitglieder, so erhöht
sich die Zahl der jährlich zu wählenden Mitglieder entsprechend. Wählbar sind
volljährige Mitglieder. Wiederwahl ist zulässig.
(3) Der Gesellschaftsausschuß, dessen Versammlungen nur auf Einladung und unter dem
Vorsitz des 1. Schützenmeisters stattfinden können, hat über alle Gegenstände zu
beraten, die ihm das Schützenmeisteramt vorlegt.
(4) Das Schützenmeisteramt ist unbeschadet der §§ 3 Abs. 2, 6 Abs. 5 und 12 Abs. 4 in
folgenden Angelegenheiten an die Zustimmung des Gesellschaftsausschusses
gebunden:
a) Abschluß von Verträgen für die Gesellschaft,
b) Aufstellung des Haushaltsplans und Prüfung der Jahresrechnung,
c) Erlaß allgemeiner Bestimmungen über die Benutzung der
Gesellschaftseinrichtungen.
(5) Der Gesellschaftsausschuß ist beschlußfähig, wenn alle Mitglieder geladen und mehr
als die Hälfte seiner Mitglieder und ein Schützenmeister anwesend sind. Der
Gesellschaftsausschuß beschließt mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. § 3
Abs. 2 und § 6 Abs. 5 bleiben unberührt.
(6) Über die Sitzung des Gesellschaftsausschusses ist eine Niederschrift zu führen, die
vom 1. Schützenmeister und vom Schriftführer zu unterschreiben ist.
§ 10 Die Generalversammlung
(1) Die Generalversammlung ist die Versammlung aller Mitglieder der Gesellschaft.
(2) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der 1. Schützenmeister.
(3) Die Generalversammlung beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen,
wenn die Satzung nichts anderes bestimmt.
(4) Über die Sitzungen der Generalversammlung ist eine Niederschrift zu führen, die vom
Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterschreiben ist.
(5) Die Generalversammlung beschließt über alle Angelegenheiten, die das
Schützenmeisteramt ihr vorlegt oder deren Behandlung ein Mitglied schriftlich.